Eva Hornung, Kanzlerin der HfTL: "Auf Grund des guten Betreuungsverhältnisses erreichte die Hochschule für Telekommunikation Leipzig im aktuellen CHE-Ranking eine Top-Bewertung."
Frau Hornung, warum fühlen sich Ihre Studierenden bei Ihnen so wohl?
Eva Hornung: Das hat viele Gründe. Wir haben Top-Professoren verpflichtet, die aus der Forschung oder aus der Wirtschaft kommen. Und wir haben einen Betreuungsschlüssel, von dem sogar Elite-Hochschulen träumen. Auf einen Dozenten kommen bei uns 20 Studenten. Die Deutsche Telekom ist unser Träger und ermöglicht unseren Studierenden, an spannenden Projekten im In- und Ausland teilzunehmen – ein ungemein wichtiges Studienerlebnis. Weil wir unseren Absolventen den Weg ins Berufsleben ebnen wollen, haben wir zum Beispiel einen eigenen Karriere-Coach im Haus, an den sich unsere Studierenden jederzeit wenden können. Vor allem aber profitieren unsere Studenten davon, dass wir den Schwerpunkt auf die vorzügliche Lehre legen.
Eva Hornung, Kanzlerin der HfTL: "Auf Grund des guten Betreuungsverhältnisses erreichte die Hochschule für Telekommunikation Leipzig im aktuellen CHE-Ranking eine Top-Bewertung." Eva Hornung, Kanzlerin der HfTL: "Auf Grund des guten Betreuungsverhältnisses erreichte die Hochschule für Telekommunikation Leipzig im aktuellen CHE-Ranking eine Top-Bewertung."
Das ist eine wichtige Bologna-Forderung – aber zumeist schwer umzusetzen. Wie gelingt Ihnen das?
Eva Hornung: Als private Hochschule haben wir hier einen entscheidenden Vorteil. Denn der Konzern kann die Bedeutung der Lehre und damit verbundene besondere Herausforderungen in den Zielvereinbarungen mit der Hochschule fixieren. Das stärkt natürlich den Anreiz für die Dozenten und Professoren, zum Beispiel in Evaluationen gut abzuschneiden. Wir fördern die Lehre, ohne die Forschung zu vernachlässigen – denn unsere Bachelor- und vor allem die Masterstudierenden müssen in erstklassigen Forschungsprojekten mitwirken können. Zum Bologna-Prozess haben wir aber noch mehr beizutragen: Seit dem Wintersemester 2009 bieten wir neben dem Direktstudium und dualen Studiengängen unsere Studiengänge auch berufsbegleitend an. Stimmen die Voraussetzungen, dann können die Telekom-Mitarbeiter bei uns neben der Arbeit ihren Bachelor-Abschluss nachholen, ab dem Wintersemester 2010 zudem den Master.
Sie sind die Talentschmiede der Deutschen Telekom – wie bleiben Sie für andere Unternehmen interessant?
Eva Hornung: Natürlich ist die Deutsche Telekom für viele unserer Absolventen die erste Adresse – schließlich lernen sie das Unternehmen schon während des Studiums kennen. Gut 50 Prozent steigen daher nach ihrem Abschluss im Unternehmen ein. Natürlich richten wir uns bei unserer Profilierung nach den Bedürfnissen unseres Trägers. Aber gleichzeitig ist unser Curriculum so aufgebaut, dass der Bachelor- oder Master-Abschluss der ICT-Branche generell gerecht wird. Wir bilden in den Studiengängen Nachrichtentechnik, Telekommunikationsinformatik, Wirtschaftsinformatik und Informations- und Kommunikationstechnik aus – also genau in jenen Sparten, in denen die Wirtschaft für die kommenden Jahre einen großen Bedarf angemeldet hat.
Es bleibt nur ein Stachel: Sie haben zu wenige Studentinnen. Wie wollen Sie das ändern?
Eva Hornung: Das ist uns allen bewusst – acht oder neun Prozent weibliche Studierende sind viel zu wenig. Das muss sich ändern, zumal wir unseren Beitrag dazu leisten müssen, dass die Deutsche Telekom ihre Frauenquote erfüllen kann. Deshalb werben wir gerade massiv um weiblichen Nachwuchs. Das fängt ganz früh an: Wir betreuen zum Beispiel die Projekte "Physik im Kindergarten" und "Kinder-Uni", experimentieren zusammen mit den Kleinen und hoffen, dass wir bereits die kleinen Mädchen beziehungsweise Schülerinnen für die Liebe zur Naturwissenschaft begeistern können. Gemeinsam mit der Initiative "MINT Zukunft schaffen" besuchen wir bundesweit Gymnasien, um Mädchen und jungen Frauen die Chancen und die Vielfältigkeit des Ingenieursberufs aufzuzeigen.
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